Soziale Phobie: Welche Medikamente und Naturheilmittel helfen wirklich?

Eine junge Frau mit langen braunen Haaren betrachtet besorgt eine Blisterpackung mit Tabletten gegen soziale Phobie in ihrer Hand. Hintergrund unscharf.

Bei stark ausgeprägter sozialer Phobie können sowohl Antidepressiva, Beruhigungsmittel (Benzodiazepine) oder auch Betablocker zum Einsatz kommen. Letztere sollen vor allem Symptome wie Schwitzen, Zittern oder Pulsrasen lindern. Alternativ können auch Naturheilmittel wie Passionsblume oder Johanniskraut dabei helfen, die Angstsymptome zu dämpfen. Egal ob Medikamente oder Naturheilmittel: grundsätzlich gilt, dass dadurch bestenfalls Symptome gelindert werden, nicht jedoch die Ursache der sozialen Ängste bekämpft wird.

Hypervigilanz verstehen und überwinden: Den Weg zur inneren Ruhe finden

Nahaufnahme einer besorgten Frau mit angespannten Gesichtszuegen, die Anzeichen von Hypervigilanz zeigt. Sie blickt nachdenklich zur Seite.

Kennen Sie das? Ein permanent laufendes Gedankenkarussell, der ständige Drang, Ihre Umgebung nach möglichen Gefahren abzusuchen, und ein Körper, der selbst in entspannten Momenten nicht zur Ruhe kommt. Diese übersteigerte Wachsamkeit nennen wir in der Psychotherapie Hypervigilanz – ein Zustand, in dem Ihr Nervensystem auf Dauerhochalarm geschaltet ist.

Impostor-Syndrom: Unbegründete Angst als Hochstapler entlarvt zu werden

Nahaufnahme einer blonden Saengerin auf der Buehne, die verlegen Applaus entgegennimmt. Sie hat ein unglueckliches Gesicht wegen Impostor Syndrom.

Vom Impostor-Syndrom spricht man, wenn erfolgreiche Menschen von Selbstzweifeln geplagt werden und ihre erbrachten Leistungen nicht anerkennen können. Die unbegründete Angst, als „Hochstapler“ entlarvt zu werden, führt oft zu chronischem Stress oder anderen psychischen Problemen.

Die Pitching-Technik gegen Angst: So stoppen Sie negative Selbstgespräche

Pitching-Technik - Porträt einer Frau mit hochgezogenen Augenbrauen und besorgtem Blick, daneben eine Sprechblase mit dem Text „Das schaff ich nicht!“.

Menschen mit einer ausgeprägten Angststörung führen oft innere Dialoge, mit denen sie ihre Angst sogar noch verstärken: „Ich schaff das nicht, das ist mir alles zuviel, was ist, wenn andere mitbekommen, wie es mir geht …“

In solchen Fällen haben viele meiner Patienten gute Erfahrungen mit der Pitching-Technik gemacht. Das Wort „pitching“ kommt aus dem Englischen und bedeutet unter anderem »ein Instrument stimmen« beziehungsweise »die Tonhöhe verändern«. Wenn Sie die Tonaufnahme einer Stimme schneller oder langsamer ablaufen lassen, verändert sich der Klang der Stimme.

Panikattacken: Symptome, Anzeichen, Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten

Eine Frau sitzt auf einer Treppe und kämpft gegen eine Panikattacke an

Panikattacken sind plötzliche Episoden intensiver Angst, die durch einen Ausbruch körperlicher und seelischer Symptome gekennzeichnet sind. Diese Anfälle erreichen typischerweise innerhalb von Minuten ihren Höhepunkt und dauern in der Regel etwa 20–30 Minuten, obwohl sie sich für die Betroffenen oft viel länger anfühlen. Im Gegensatz zu allgemeinen Angstzuständen, die oft als Reaktion auf bestimmte Stressfaktoren auftreten und sich langsam entwickeln, zeichnen sich Panikattacken durch ihre Plötzlichkeit und Intensität aus. Sie treten oft ohne erkennbaren Auslöser auf, können aber durch bestimmte Situationen oder Substanzen (wie z.B. Drogen) getriggert werden.

PANS / PANDAS: Wenn Kinder plötzlich Ängste, Tics und Zwänge entwickeln

Eine kleiner Junge sitzt zusammengekauert am Boden und ist ängstlich

Gerade im Kindesalter können Ängste, Zwänge, Tics oder auch Essstörungen ganz plötzlich auftreten. Viele Eltern fühlen sich hilflos, wenn ihre eben noch gesunden Kinder auf einmal ausgeprägte Verhaltensauffälligkeiten an den Tag legen, für die es keinen nachvollziehbaren Grund gibt. In solchen Fällen ist es ratsam, nicht nur psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, sondern vorab überprüfen zu lassen, ob es sich hierbei eventuell um PANS oder PANDAS handelt.